Mellina - eine wirklich gute Adresse

Archiv: Dienstag, 9. Januar 2007

Fantastische Kürbissuppe mit den besten Parmesan-Croutons

Diese wunderbare Suppe wird am besten aus Kürbissorten mit festem, orangefarbenem Fleisch wie Butternusskürbis oder Hokkaido zubereitet. Wichtig ist, gute Hühnerbrühe zu verwenden und die Suppe gut zu würzen, um den süßen, nussigen Geschmack des Kürbisses zu unterstreichen. Sobald Sie dieses Rezept beherrschen, können Sie die Suppe variieren, indem Sie Perlgraupen, Pasta, etwas in Stücke
geschnittenen geräucherten Frühstücksspeck oder auch eine ganz kleine Menge getrocknete Steinpilze hinzufügen.

P.S. Ich habe die Suppe neulich mit wirklich tollem Ergebnis in meinem Dampfdrucktopf zubereitet – das geht superschnell!

Für 8 Personen
Olivenöl
16 frische Salbeiblätter
2 rote Zwiebeln, geschält und gehackt
2 Stangen Staudensellerie, geputzt und in Stücke geschnitten
2 Möhren, geschält und in Stücke geschnitten
4 Knoblauchzehen, geschält und gehackt
2 Zweige frischer Rosmarin, Blätter abgezupft
1/2 – 1 frische rote Chilischote (nach Geschmack), von den Kernen befreit und fein gehackt
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 kg Butternusskürbis, Hokkaido oder Muskatkürbis, halbiert, entkernt und in Stücke geschnitten
2 l gute Hühner- oder Gemüsebrühe
natives Olivenöl extra

Für die Parmesan-Croûtons
natives Olivenöl extra
16 Scheiben Ciabatta
1 Stück Parmesan zum Reiben

Einen sehr großen Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen und ein paar ordentliche Schuss Olivenöl hineingeben. Die Salbeiblätter hinzufügen und etwa 30 Sekunden braten, bis sie dunkelgrün und knusprig sind. Die Blätter rasch mit dem Schaumlöffel in eine mit Küchenpapier ausgelegte Schüssel heben – sie dienen zum Schluss als Garnitur.

Im Topf bleibt ein wunderbar aromatisiertes Öl, also setzen Sie den Topf wieder auf den Herd und geben Zwiebeln, Sellerie, Möhren, Knoblauch, Rosmarinblätter und Chili mit einer großzügigen Prise Salz und Pfeffer hinein. Die Zutaten ungefähr 10 Minuten sanft garen, bis sie weich sind.

Den Kürbis mit der Brühe in den Topf geben, zum Kochen bringen und etwa 30 Minuten köcheln lassen.
Während die Suppe kocht, bereiten Sie Ihre Parmesan-Croûtons zu. Etwas Olivenöl auf die Ciabattascheiben träufeln, einklopfen und etwas geriebenen Parmesan auf jeder Seite festdrücken. Die Scheiben ohne Öl in eine beschichtete Pfanne legen und auf beiden Seiten goldbraun rösten.

Wenn der Kürbis weich ist, die Suppe mit einem Stabmixer oder im Mixer pürieren, bis ein glattes Püree entstanden ist (es dürfen auch noch ein paar Stücke vorhanden sein, wenn Sie mögen). Vor allem müssen Sie die Suppe abschmecken und nachwürzen, bis sie perfekt ist.

Verteilen Sie die Suppe auf Schalen und legen Sie jeweils 2 Parmesan-Croûtons darauf. Dann legen Sie einige Ihrer knusprigen Salbeiblätter darauf und beträufeln Sie die Suppe mit etwas nativem Olivenöl extra.

Italienisches Menü 3: Sorbetto di limone (Zitronensorbet)

Wenn einem in Italien der Sinn nach einer süßen Erfrischung steht, hat man gleich mehrere Alternativen: Es gibt die Granita, die ihre körnige Konsistenz zerstoßenem Eis verdankt; dann das Speiseeis, das durch eine Eiercreme seinen zarten Schmelz erhält; und schließlich das Sorbet, das auf einem fruchtigen Zuckersirup basiert. In diesem Rezept habe ich der Grundmasse auch noch etwas Sahniges beigemischt – diese Art von Sorbets gehört zu meinen Lieblingsdesserts. Man kann sie mit den verschiedensten Früchten zubereiten, solange diese, um das typische Prickeln auf der Zunge zu erzeugen, eine gewisse Säure besitzen. Ganz besonders schmecken mir Zitrone, Limette, Ananas und Grapefruit.

Während diese kalten Desserts für uns selbstverständlich sind, mussten noch vor etwa 100 Jahren bedauernswerte Kerle ordentlich dafür schwitzen – denn Gefrorenes war auch damals schon überaus beliebt und begehrt. Sie lieferten ihren Kunden den ganzen Winter hindurch natürliche Eisblöcke, die in kleinen Eishäusern für den Sommer eingelagert wurden. Das war ein kostspieliges Vergnügen, und man musste die Vorräte mit Sinn und Verstand verwenden, um nur nichts zu verschwenden. Eis war damals wohl ein Luxusartikel wie heute Champagner und Austern.

Für gut 6 Personen
200 ml Wasser
200 g Zucker
200 ml Zitronensaft
abgeriebene Schale von 1 unbehandelten
Zitrone
1 gehäufter EL Mascarpone

Ein flaches Gefäß von 20–25 cm Durchmesser vorkühlen, damit die Mischung nach dem Einfüllen schneller fest wird. (Ich habe hier einfach einen kleinen Topf verwendet.) In einem Topf das Wasser mit dem Zucker zum Kochen bringen, anschließend bei niedriger Hitze etwa 5 Minuten köcheln lassen. Sobald der Zuckersirup klar und dickflüssig ist, vom Herd nehmen und 15 Minuten abkühlen lassen. Zitronensaft und -schale einrühren, dann den Mascarpone sehr sorgfältig untermischen. Jetzt sollten Sie unbedingt probieren, denn da Zitronen unterschiedlich sauer sind, lassen sich exakte Zuckermengen kaum angeben. Nach meiner Erfahrung sind 200 g Zucker ausreichend, wenn es Ihnen aber bei der Kostprobe das Gesicht verzieht, dann sollten Sie noch etwas mehr dazugeben.

Die Mischung in das gekühlte Gefäß füllen, ins Eisfach stellen und mindestens 1 Stunde in Ruhe lassen. Falls sie bis dahin bereits etwas fest geworden ist, mit einer Gabel leicht durchrühren, was Sie während der nächsten 3 Stunden ungefähr stündlich wiederholen. Danach ist das Sorbet fertig. Sie können es, mit Klarsichtfolie abgedeckt, einige Tage im Eisfach aufbewahren, bevor sich unschöne Eiskristalle bilden. Solo in Schalen oder Gläsern serviert, ist es immer ein Genuss. Aber wenn Sie dann noch eine Sauce aus pürierten Himbeeren darübergießen, kann ich für nichts mehr garantieren…

Italienisches Menü 2: Spaghetti alla trapanese (Spaghetti mit Mandel-Basilikum-Pesto und Tomaten)

Alle mal herhören – dieses Pastagericht hat das Zeug dazu, Ihr neuer Favorit zu werden! Das spezielle Pesto, das aus dem sizilianischen Trapani stammt, schmeckt sagenhaft gut zu Spaghetti. Kirschtomaten sind erste Wahl, aber die waren mir hier ausgegangen, weshalb ich die »Normalversion« genommen habe. Die Sauce braucht nicht länger, als es dauert, um das Wasser für die Pasta aufzusetzen und sie zu kochen. Am liebsten bereite ich Pesto im Mörser zu, allerdings habe ich mich auch schon mit der Küchenmaschine über die Runden gerettet.

Für 4 Personen
500 g Spaghetti
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
150 g Mandeln oder Mandelkerne
1 Knoblauchzehe, geschält
4 große Hand voll frisches Basilikum, die Blätter abgezupft
150 g frisch geriebener Pecorino oder Parmesan
bestes Olivenöl
600 g Tomaten, halbiert

Während Sie die Spaghetti in einem großen Topf in kochendem Salzwasser nach der Packungsanleitung al dente kochen, werden die Mandeln – mit oder ohne Haut – in einer Pfanne ohne Fett leicht erwärmt und anschließend im Mörser oder in der Küchenmaschine zu einem groben Pulver zerkleinert. Ab damit in eine große Schüssel! Den Knoblauch und das Basilikum getrennt im Mörser zerreiben und unter die Mandeln mischen. Dann den Pecorino oder Parmesan, einen guten Schuss Olivenöl und etwas Salz und Pfeffer zufügen.

Jetzt werden die Tomaten mit den Händen untergemengt – richtig durchkneten, so dass sich lauter kleine Stücke ergeben. Die Sauce mit etwas mehr Olivenöl geschmeidig rühren. Die Spaghetti abseihen und heiß mit der Sauce vermischen. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf einzelnen Tellern anrichten und eventuelle Saucenreste aus dem Topf darüber verteilen.

Italienisches Menü 1: Ricotta fritta con piccola insalata di pomodori (Gebratene Ricottaküchlein mit kleinem Tomatensalat)

Am ehesten ließen sich diese dünnen, kleinen Küchlein wohl noch mit leichten Gnocchi vergleichen. Nach dem Braten sind sie außen knusprig und innen traumhaft zart und locker. Man kann sie als heiße Kanapees servieren, aber zusammen mit einem kleinen Salat aus gehackten Tomaten geben sie auch eine delikate Vorspeise oder kleine Mahlzeit ab. Bestimmt gehören sie demnächst zu Ihrem Standardrepertoire, zumal sie ruck, zuck zubereitet sind.

Allerdings müssen, sobald Sie mit dem Braten beginnen, alle Familienmitglieder oder Gäste am fertig gedeckten Tisch sitzen, denn am allerbesten schmecken diese Küchlein frisch aus der Pfanne und richtig heiß (deshalb sollten auch die Teller vorgewärmt sein). Kommandieren Sie die anderen ruhig etwas herum, sie werden es Ihnen anschließend danken!

P.S. Nehmen Sie in diesem Fall richtig guten Ricotta vom Italiener oder aus einem Käseladen.

Für 6 Personen
450 g krümeliger Ricotta
2 EL frisch geriebener Parmesan, plus mehr zum Servieren
1 1/2 EL Mehl
Meersalz und frisch gemahlener
schwarzer Pfeffer
1 großes Bio-Ei
1 große Hand voll reife Tomaten verschiedener Sorten
2 Stängel frisches Basilikum
1 frische rote Chilischote, Samen entfernt, fein gehackt
bestes Olivenöl
guter Rotweinessig
Olivenöl
Muskatnuss, zum Servieren

Ricotta und Parmesan mit dem Mehl, einer kräftigen Prise Salz und dem Ei vermengen. Die Mischung mit ein wenig Pfeffer würzen und in den Kühlschrank stellen. Die Tomaten halbieren, die Samen herausdrücken und wegwerfen. Das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden, abtropfen lassen und in eine Schüssel geben. Die Basilikumblätter abzupfen und grob zerpflücken, die Stängel fein hacken und beides mit dem Chili zu den Tomaten geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit einem Schuss bestem Olivenöl sowie einem Spritzer Rotweinessig anmachen.

In einer beschichteten Pfanne einen Schuss Olivenöl bei mittlerer Temperatur erhitzen. Einige Löffel der Ricottamischung mit etwas Abstand zueinander hineingeben. (Falls noch niemand am Esstisch sitzt, trommeln Sie spätestens jetzt alle herbei!) Die Ricottaküchlein ein paar Minuten braten, bis sie auf der Unterseite goldbraun sind. Mit einem Pfannenwender oder einer Palette behutsam wenden und in 1 Minute fertig braten.

Jetzt ganz schnell auf die Teller damit und die Küchlein noch mit ein wenig Meersalz bestreuen, einen Hauch Muskatnuss (aus größerer Höhe) darübermahlen, mit ein paar Tropfen bestem Olivenöl beträufeln und mit etwas frisch geriebenem Parmesan garnieren.

Zum Schluss 1 größeren Löffel Tomatensalat daneben setzen und ab auf den Tisch damit!

Pasta mit Spinat und gebackenem Camembert

Alles, was Sie für dieses simple Rezept brauchen, sind ein paar Grundzutaten, die man in jedem Supermarkt findet. Das gilt auch für den Camembert in der Holzschachtel. Er backt sich von selbst, und wenn Ihre Gäste ihn dann sehen und schnuppern, werden sie Sie für den genialsten Koch aller Zeiten halten. Zugegeben, Schlankheitskost sieht anders aus. Aber ab und zu darf man sich so etwas auch mal gönnen!

Für 4–6 Personen
1 Camembert (250 g) in einer Holzschachtel
2 Knoblauchzehen
1 kleiner Zweig frischer Rosmarin
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
natives Olivenöl extra
125 g Parmesan
500 g Rigatoni
175 g frischer Spinat

Die Pasta vorbereiten
Den Backofen auf 180 °C vorheizen • Den Camembert auspacken und zurück in die Holzschachtel setzen • Mit einem Messer die Käserinde auf der Oberseite kreisförmig einschneiden, ablösen und wegwerfen • Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden • Die Rosmarinnadeln abzupfen • Den Käse mit den Knoblauchscheiben belegen, leicht pfeffern und mit ein wenig nativem Olivenöl beträufeln • Die Rosmarinnadeln darüberstreuen und mit den Fingern behutsam ins Öl drücken, bis sie von Fett überzogen sind • Den Parmesan reiben

Die Pasta zubereiten
Die Schachtel (ohne Deckel!) mit dem Käse auf einem Backblech für 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben – der Camembert soll anschließend auf der Oberseite zart gebräunt und innen geschmolzen sein • Inzwischen in einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen • Wenn der Camembert nur noch 10 Minuten backen muss, die Rigatoni ins sprudelnde Wasser geben und nach der Packungsanweisung garen • Sobald sie gar sind, den Spinat zu den Rigatoni in den Topf geben und noch etwa 10 Sekunden mitgaren, bis er zusammenfällt • Pasta und Spinat abseihen, dabei etwas Kochwasser auffangen, und zurück in den Topf geben • Ein paar kräftige Schuss natives Olivenöl und den geriebenen Parmesan untermischen • Falls Ihnen das Ganze zu trocken vorkommt, mit ein wenig Kochwasser auflockern • Salzen und pfeffern und nochmals gut durchmischen • Den Camembert aus dem Ofen nehmen

Die Pasta servieren
Die Pasta auf einzelnen tiefen Tellern anrichten • Den geschmolzenen Camembert entweder direkt
darauf verteilen oder in der Schachtel auf den Tisch stellen, sodass jeder sich selbst davon nehmen kann

Grünes Thai-Curry

Dieses grüne Curry ist eines der besten, die ich bisher gemacht habe. Es schmeckt auch gut mit Hähnchen anstelle von Garnelen: Einfach 2 enthäutete Hähnchenbrustfilets in fingergroße Streifen schneiden, zusammen mit der Paste etwa 8 Minuten pfannenrühren und dann die übrigen Zutaten dazugeben.

Für 2 Personen
1 Bund grüner Spargel
½ frische rote Chilischote, evtl. die Samen entfernt
1 EL Erdnussöl
1 EL Sesamöl
400 g rohe geschälte Riesengarnelen
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
1 Handvoll Zuckerschoten
1 Limette

Für die grüne Currypaste
2 Stängel Zitronengras
4 Frühlingszwiebeln
3 grüne Chilischoten
4 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück frischer Ingwer
1 großes Bund frisches Koriandergrün
1 TL Koriandersamen
8 frische oder getrocknete Kaffir-Limettenblätter (nach Belieben)
3 EL Sojasauce
1 EL Fischsauce

Die grüne Currypaste zubereiten
Die harten Enden und die Außenblätter von den Zitronengrasstängeln entfernen und wegwerfen, die
Stängel mit einem Nudelholz kräftig zerdrücken • Die Frühlingszwiebeln putzen • Die grünen Chilis längs
halbieren und die Samen entfernen • Knoblauch und Ingwer schälen und grob hacken • Vom Koriandergrün einige Stängel beiseitestellen • Den Rest zusammen mit dem Zitronengras, den Frühlingszwiebeln, den Chilis, dem Knoblauch und dem Ingwer, den Koriandersamen und den Kaffi r-Limettenblättern, falls verwendet, in der Küchenmaschine fein zerkleinern • Die Soja- und die Fischsauce dazugießen und alles zu einer glatten Paste verarbeiten • Alternativ die Zutaten von Hand möglichst sehr fein hacken

Das Curry zubereiten
Von den Spargelstangen die holzigen Enden abbrechen und wegwerfen • Die Stangen längs in feine
Streifen schneiden • Die rote Chilischote fein hacken • Einen weiten Topf oder Wok kräftig erhitzen
• Das Erdnuss- und das Sesamöl hineingießen und durch Schwenken verteilen • Die Garnelen mit den
Spargelstreifen und der grünen Currypaste hinzufügen und etwa 30 Sekunden pfannenrühren • Die
Kokosmilch dazugeben und die Zuckerschoten gründlich untermischen • Einmal aufkochen und dann
einige Minuten köcheln lassen • Nach Geschmack mit etwas mehr Sojasauce würzen • Die Limette halbieren und die Hälften direkt über dem Topf oder Wok ausdrücken

Das Curry servieren
Von den restlichen Korianderstängeln die Blätter abzupfen und zusammen mit der gehackten roten
Chilischote über das Curry streuen • Mit Limetten-Koriander-Reis (siehe S. 96) servieren

Familienmenü 3: Apple pie

Der englische Apple Pie ist ein zeitloser Klassiker unter den Nachspeisen. Wie diese Kuchen früher geschmeckt haben mögen, als es noch Hunderte und Aberhunderte verschiedener Apfelsorten gab, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Es muss das Paradies gewesen sein. Der Trick bei meinem Rezept ist, sowohl Kochäpfel als auch Tafeläpfel zu verwenden. Bauernmärkte sind hier sicher die besten Bezugsquellen. Später im Jahr kann man einen Teil der Äpfel durch Birnen oder Brombeeren ersetzen. Wer keine Original-Pieschüssel besitzt, kann auch eine Springform mit konischem Rand verwenden.

6 PORTIONEN
FÜR DEN TEIG
225g Weizenmehl, und etwas mehr
zum Bestäuben
140g Butter
85g extrafeiner Zucker
abgeriebene Schale von
1 unbehandelten Zitrone
1 Prise Salz
2 Eigelb
Butter für die Form

FÜR DIE FÜLLUNG
1 großer Kochapfel (Boskoop)
4 Tafeläpfel (Cox oder Braeburn)
3 EL brauner Zucker
abgeriebene Schale von ¹⁄₂ Zitrone
¹⁄₂ TL Ingwerpulver
1 Hand voll Rosinen oder Sultaninen
1 Eigelb, mit etwas Milch verrührt

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Für den Teig das Mehl, die Butter, den Zucker, die Zitronenschale
und das Salz in der Küchenmaschine vermischen, die Eigelbe mit einem kleinen Spritzer Wasser
einarbeiten. Eine metallene Pieform von 20 cm Durchmesser mit Butter einfetten – es sollte übrigens
deshalb Metall sein, weil durch die bessere Wärmeleitfähigkeit der Kuchenboden gleichzeitig
mit dem Teigdeckel fertig wird.

Den Teig halbieren und die eine Hälfte auf der mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche etwa ¹⁄₂ cm dick
ausrollen. Die Form einschließlich der Seitenwände und des oberen flachen Randes damit auslegen.
Wenn der Teig irgendwo reißt, ist das nicht schlimm, bessern Sie die Stelle einfach aus und
sagen Sie sich, dass der Pie jetzt eben aussieht wie in alten Zeiten. Verfrachten Sie die Form und
den Rest des Teigs in den Kühlschrank und machen Sie sich an das Schälen der Äpfel. Der Kochapfel
wird geviertelt, die Tafeläpfel in Achtel zerteilt und entkernt; alle kommen mit dem Zucker,
der Zitronenschale, dem Ingwer, den Rosinen oder Sultaninen und 1 EL Wasser in einem kleinen
Topf auf den Herd, wo sie 5 Minuten (oder bis die Äpfel gerade weich sind) köcheln. Vom Herd
nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Holen Sie die Form aus dem Kühlschrank und füllen Sie die Apfelmasse hinein; der Rand des Teigs
wird mit dem Eigelb bestrichen. Die zweite Teighälfte ausrollen und über die Füllung breiten, die Teigränder mit den Fingern fest zusammendrücken, überstehenden Teig gerade abschneiden. Die Oberseite ebenfalls mit Eigelb bestreichen, mehrmals einstechen und die Pastete 45–50 Minuten auf der
untersten Schiene im Ofen backen. Auf Teller verteilen und mit Vanillecreme oder -sauce servieren.

Familienmenü 2: Hühnerbrüstchen aus dem Ofen mit Mais, Bohnen und Bananen

Ein wunderbares Essen für die ganze Familie an einem gemütlichen Samstagabend, schnell und einfach gemacht und mit dem Flair der amerikanischen Südstaatenküche. Es kommt Ihnen vielleicht komisch vor, Huhn mit Mais und Bananen zu kombinieren, aber ich versichere Ihnen, es funktioniert! Sie können auch Mais aus der Dose verwenden, aber frischer Mais ist natürlich viel schmackhafter.

4 PORTIONEN
4 Hühnerbrüste, die Haut entfernt
4 frische Maiskolben
400g Cannellini- oder andere weiße Bohnen aus dem Glas, abgetropft
2 Bananen, geschält
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 großes Weinglas Weißwein
300ml Sahne
gut 50g Butter in Flöckchen
12 Scheiben durchwachsener Räucherspeck
1 Hand voll frische Minze, die Blätter abgezupft

Den Ofen auf 220 °C vorheizen. Sie brauchen einen Bräter, in den die Hühnerbrüste gerade gut hineinpassen, wenn Sie sie eng aneinander legen. Die Maiskörner mit einem Messer längs von den Kolben abschaben – das ist im Nu erledigt – und gleichmäßig in den Bräter füllen. Die Hälfte der Bohnen mit einer Gabel zerdrücken und alle Bohnen auf dem Mais verteilen.

Legen Sie Ihre 4 Hühnerbrüste mit der »Hautseite« nach unten auf ein Arbeitsbrett. Jede Brust hat auf einer Seite einen flacheren Fleischlappen. An diesem entlang eine Tasche einschneiden, mit je ¹⁄₂ Banane füllen und mit dem Fleischlappen wieder verschließen. Mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer würzen.

Die Hühnerbrüste umdrehen und auf den Mais und die Bohnen legen. Den Wein und die Sahne dazugießen und mit den Butterflöckchen besetzen. Die Hühnerbrüste mit den Speckscheiben dicht belegen und den Bräter in den Ofen schieben. Nach 35–40 Minuten sollte der Speck kross sein. Sein rauchiges Aroma und der Geschmack der Bananen übertragen sich auf das Fleisch und den Mais – eine wunderbare Kombination. Bei Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Streuen Sie die Minzeblätter darüber, bringen Sie den Bräter auf den Tisch und lassen Sie jeden sich selbst bedienen.

Familienmenü 1: Paprika-Mango-Salat mit Kokosnuss und Kresse

Zu diesem fantastischen, ziemlich ungewöhnlichen Salat hat mich mein Freund Das inspiriert, der das indische Restaurant Rasa leitet, eines der besten in ganz London. Die Kresse ist allerdings meine Erfindung. Das Aroma von frischer Kokosnuss passt einfach unglaublich gut dazu – aber auch zu Currygerichten, Reis, Brot und Desserts. Man bekommt Kokosnüsse inzwischen vielfach im Supermarkt; wenn Sie aber keine auftreiben können, geht es auch ohne. Der Salat wird immer noch gut schmecken, vielleicht weniger pfiffig. Die Mangos müssen unbedingt ganz weich und dürfen überhaupt nicht faserig sein. Sie sollten sich wie Butter schneiden lassen.

4 PORTIONEN
1 Kokosnuss
2 rote Paprikaschoten
4 Kästchen Kresse
1 Bund Frühlingszwiebeln
2 reife Mangos, geschält

FÜR DAS DRESSING
1 daumengroßes Stück frischer Ingwer, geschält
Schale und Saft von 3–4 unbehandelten Limetten
7–8 EL bestes Olivenöl
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zuerst die Kokosnuss knacken: Legen Sie sie auf einem Geschirrtuch auf eine harte Oberfläche. Mit einem Nagel und Hammer zwei der drei »Augen« aufschlagen und das Kokoswasser auslaufen lassen. Die Schale durch kräftige Schläge mit dem Hammer sprengen oder in der Mitte durchsägen. Die harte Außenschale stückchenweise abbrechen und die innere braune Haut mit einem Sparschäler vom weißen Fruchtfleisch ablösen. Mich stört sie allerdings nicht, vor allem, wenn ich das Kokosfleisch raspele.

Die Paprikaschoten vierteln, Samen und Scheidewände entfernen und in feine Streifen schneiden. Die Kresse abschneiden (am einfachsten heben Sie sie aus dem Kästchen und halten die Blättchen und Stiele unter fließendes Wasser; abschneiden und den Rest wegwerfen). Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und fein schneiden. Das Fruchtfleisch der Mango vom Stein ablösen und in feine Streifen schneiden (der Trick dabei ist, dass Ihnen die Form der Mango verrät, in welcher Lage sich der flache Stein befindet – nämlich parallel zur flachen Seite der Frucht; wenn Sie längs dazu schneiden, haben Sie die größte Ausbeute). Das Kokosfleisch fein raspeln und alle Zutaten in einer großen Salatschüssel vermischen.

Für das Dressing sind der Ingwer und die Limetten ein Dreamteam. Ingwer und Limettenschale über einer kleinen Schüssel fein reiben, den Limettensaft und das Olivenöl einrühren. Abschmecken und vielleicht noch etwas mehr Öl hinzufügen, um die Aromen auszugleichen. Je nach Größe und Saftigkeit können Limetten nämlich unterschiedlich intensiv schmecken.

Den Salat erst kurz vor dem Servieren mit dem Dressing vermischen – überschüssige Salatsauce für ein anderes Mal aufheben – und sofort genießen: allein, zu Garnelen oder Hühnerspießen vom Grill. Oder Sie packen ihn in einen Teigfladen, ein Fladenbrot oder oder oder … Die Kokosnuss macht natürlich einige Mühe, aber der Aufwand lohnt sich!

Jamies Bratäpfel

Zutaten für 4 Personen:
50 g Butter
4 große Kochäpfel
2 frische oder getrocknete Lorbeerblätter
2 Gewürznelken
50 g Mandelblättchen
100 g brauner Rohrzucker (nicht raffiniert, am besten Muscovado mit leichtem Karamellaroma)
75 g Rosinen
1 gehäufter Teelöffel Lebkuchengewürz
1 Schuss Brandy oder Whiskey

Vorbereitung:
Zuerst die Butter aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie etwas weicher wird. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Das Kerngehäuse entfernen, die Äpfel rundherum vorsichtig einschneiden. Frische Lorbeerblätter fein hacken bzw. getrocknete in kleine Stücke reißen. Zusammen mit den Nelken in einem Mörser zerstoßen. Den Großteil der Mandeln und die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben. Mit den Händen gut vermischen und verkneten, damit die Butter alle Aromen aufnehmen kann.

Die Äpfel in eine ofenfeste Form setzen und mit der Masse füllen. Mit den Resten die Äpfel außen einreiben. Die übrigen Mandelblättchen in der Schüssel wenden, dann über die Äpfel streuen.

Und so wird’s gemacht:
Die Äpfel 35-40 Minuten im Ofen braten, bis sie goldbraun sind. Vor dem Servieren etwa 5 Minuten abkühlen lassen. Jeden Apfel mit dem karamellisierten Saft aus der Form beträufeln. Lecker mit Vanilleeis, Crème fraîche oder Vanillesauce.

Mellina - eine wirklich gute Adresse läuft unter Wordpress 2.5.1
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates