Peter Gabriel hat gestern meine Seele gekrault!
Wow, Wahnsinn, unbeschreiblich… Ich versuch’ es trotzdem !
Gestern war ich mit meiner Mama im Peter Gabriel Konzert. Ich hatte ihr (und mir) die Karten zum Geburtstag geschenkt. Es war natürlich nicht mein erstes Konzert, welches ich von ihm besuchte. Im Gegenteil, Peter Gabriel begleitet mich schon ewig und es gibt keine Tour, die ich ausgelassen habe. Er ist mein Idol. Mittlerweile sieht er zwar aus wie mein Papa aber er ist immer noch einer der größten Künstler auf diesem Planeten.
Wir hatten Tickets für die 2. Reihe ( ja ein Sitzkonzert, auch ich werde älter :-)) genau an der Bühne, fast mittig. Peter Gabriel kam pünktlich auf die Selbe um eine Ansage auf deutsch (!) zu machen um uns 6000 Besuchern auf das einzustimmen, was uns die nächsten 3 (!) Stunden erwarten wird. Zum Einen wurde die komplette CD “Scratch my back” zum Besten gegeben, auf der er Songs anderer Künstler neu aufgenommen hat (Wunderschön zum Beispiel: “Heroes” von David Bowie) und nach einer kurzen Pause gab es noch ein paar seiner Songs, die er in den Jahrzehnten seiner Musikgeschichte, geschrieben hat. Das Besondere an dem Konzert war diesmal das Motto: “no drums, no guitar”. Stattdessen wurde er begleitet von einem 40-köpfigen, fantastischem Orchester und als Background Sängerinnen unterstützten ihn seine Tochter Melanie (der Mann hat auch bei der Namenswahl einen guten Geschmack bewiesen) und die wundervolle Ane Brun.

Ich habe wohl eines der besten Konzerte meines Lebens gehört. Gänsehautfeeling den ganzen Abend über. Die Nähe zur Bühne hat sicher seinen Teil dazu beigetragen aber auch die anderen Besucher schienen überwältigt gewesen zu sein. Klar, es gibt viele Künstler, die ihre Musik plötzlich symphonisch neu erfinden aber Peter Gabriel hat keinen eingängigen Harmoniebrei aus den Songs gemacht, der sofort ins Ohr geht, sondern durchaus düstere oder schrille Momente (den Songs jeweils angemessen) arrangieren lassen. Das Orchester hat an den aufwühlenden und dramatischen Stellen Schwerstarbeit geleistet und in den ruhigen, sensiblen Momenten so sanft die Instrumente gestreichelt, dass die Schwingungen der Töne bis in die tiefsten Tiefen meiner Seele eindrangen. Damit die unverwechselbare Stimme des Meisters, in den ohnehin leisen brüchigen Passagen nicht komplett abbricht hat er bestimmt 2-3 Liter Tee (?) getrunken, der in einer Pump-Thermoskanne an einem Tisch auf der Bühne hing. Vorab nahm er immer einen Schluck aus einem Gefäß, das aussah, wie ein Honigspender. Wir werden halt alle nicht jünger
Ein perfekter Konzertabend, der in dem Duett zwischen Peter Gabriel und der feengleichen Stimme von Ane Brun bei “Don’t give up” gipfelte.
Von diesem Konzert werde ich noch lange zehren! Auch wenn ich es tatsächlich mit diesem Eintrag nicht geschafft habe, das Unbeschreibliche zu beschreiben….
Danke Peter

Gut, die sprechen deutsch und hatten auch nicht so gaaaaanz viel von den Tiefen in den Stimmen, die zumindest Anni-Frid inne hatte aber dennoch: Ein rundum gelungener Abend, mit wahrhaft originalgetreuen Kostümen und viel “Mit-Sing-Sang”. Ich war am Sonntag noch ganz heiser. Also Ina: Kostüme schneidern, an meine Karaokemaschine und üben! Das kriegen wir doch auch hin, oder?















